– 02.09.2016

Bildschirmfoto 2016-09-02 um 14.31.57

Mit seinen hippen Cafés, Concept Stores und Co. möchte man Shoreditch eine abgeschlossene Gentrifizierung attestieren. Und doch halten die Straßenzüge ein gewisses Gleichgewicht an immer noch heruntergekommenen und herausgeputzten Klinkerfassaden, eurasischen Imbissbuden und schicken Restaurants, Concept Stores und Vintage Läden, Street Art und Gallerien. Außerdem ist es einfach unglaublich nett dort, vielleicht weil alt und neu freundlicher miteinander einhergehen, als an anderen uns bekannten Stellen der Welt.

Bildschirmfoto 2016-09-02 um 14.18.29

Wer nur eine Nacht in London hat, muss sich entscheiden. Statt Tower Bridge, Themse und Big Ben, legten wir den Fokus dieses Mal also auf den Stadtteil Shoreditch, einem Ortsteil von Hackney im nordöstlichen London. Genächtigt wird im Ace Hotel, mittendrin, auf der Shoreditch Highstreet. Die individuell und kunstvoll eingerichteten Zimmer und Suiten verfügen teilweise über Gitarren, manche über komplette Turntables und Plattensammlung, immer aber über Gegenstände lokaler Kunsthandwerker und gemütlich-cooles Design. In der Lobby wird gequatscht und getippt, Kaffee und Musik sind hervorragend und natürlich hausgemacht – das Zimmer ist noch nicht fertig (weil wir zu früh da sind), also gibt es einen Cold Brew, Flat White oder wasauchimmer aufs Haus – der Service ist unglaublich freundlich.

Die erste Runde durch Shoreditch führt die Highstreet entlang, vorbei an einem hübschen Flower Shop und dem Plattenladen Sister Ray Ace (gehört zum Ace Hotel), Sneakersnstuff und einer kleinen Flagship-Boutique von J.W. Anderson. In der Courtain Road befindet sich The Goodhood, ein wunderschöner Concept Store auf zwei Etagen, mit Klamotten von britischen Designern wie Aries, Charlie May und Katharine Hamnett, großen Labels wie Maison Martin Margiela und Comme des Garçons aber auch Ganni; Beauty von Aesop und Sachajuan bis Uslu Airlines und Interieur von kleinen Amsterdamer Labels bis Hay. Über die Redchurch Street, vorbei an Espressobars, Hair Dressers und ultrahübschen Läden, von Food bis Beauty, A.P.C bis Sunspel, führt der Weg in die berühmte Brick Lane, durch Vintage-Paradise und lustige Snack Bars.

Bildschirmfoto 2016-09-02 um 14.22.23

Wenn das Wetter noch ein bisschen spätsommerlich ist, lässt sich der Abend perfekt mit einem Drink auf der Dachterrasse des Ace Hotels einleiten. Alternativ empfehlen wir einen Cocktail in der NT’s Bar, eine Hinterhof-Location mit Industrie-Charme und weitläufiger Trainspotting-Terrasse über den Bahngleisen, ca. 10 Minuten mit dem Taxi Richtung Hackney, und bester Ausgangspunkt für einen guten Abend. Denn gleich um die Ecke ist der Broadway Market und die Hölle los. Hier kann man sich um die Ecken essen und trinken, zum Beispiel im immer noch recht traditionellen Cat & Mutton oder dem Edel-Schlachter Hill & Szrok. Am Ende der Straße kommt man dann doch noch an einen Themsen-Ausläufer, den Regent’s Canal, und kann einen romantischen nächtlichen Spaziergang am Wasser machen, an den lustigen Hausbooten und viktorianischen Fassaden vorbei, und sieht mit Glück ein paar Schildkröten (ja, die gibt es hier tatsächlich).

Bildschirmfoto 2016-09-02 um 14.33.50

Nach einem detoxing Hotelfrühstück am nächsten Tag (zum Beispiel die smashed Avocado auf Sauerteigbrot mit pouched Egg oben drauf plus Entgiftungs-Smoothie – danke, Ace Hotel, für den standardisierten Late-Check-Out) geht es auf dem Weg zurück zum Flughafen noch einmal in die Innenstadt, zuerst zum ICA London (Institute of Contemporary Arts), in dem noch bis zum 4. September eine Ausstellung über 80s-Ikone, Schmuckdesigner und Stylist Judy Blame läuft, anschließend – je nach Restzeit – auf einen Abstecher in den St. Jame’s, Green oder Hyde Park, frische Luft atmen. Fazit: auch knappe 24 Stunden können sehr inspirierend sein!

Bilder: stylemag und PR

Judy Blame: Courtesy of Judy Blame

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>