– 05.11.2015

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Wenn Sven Kacirek auf Reisen geht, dann bringt der Schlagzeuger, Produzent und Autor von seinen Ausflügen in der Regel seine ganz eigene Form von Souvenirs in seine Heimat Hamburg mit: neue Musik und Zöglinge. So zuletzt auch von der japanischen Insel Okinawa, auf der er gemeinsam mit traditionellen Musikern sein neues Album produzierte. In den „Songs From Okinawa“ treffen sich die Kontinente, die Musikstile, die Traditionen. Als Musikethnologe, wie Das Filter Kacirek so treffend bezeichnete, erkundete der Hamburger auf Okinawa die dortige Kulturlandschaft, um sowohl verschiedene Szenegrößen als auch Akteure der traditionellen Musik aufzutun und gemeinsam mit ihnen zu experimentieren. Zurück in Hamburg ergänzte Sven Kacirek die dort gesammelten Sounds um für ihn charakteristische Instrumente (bspw. Marimba, Xylophon oder Klavier) oder solche, die es erst werden (wie zum Beispiel Bürsten auf verschiedenen Materialien oder Steine). Herausgekommen sind die Songs aus Okinawa, begleitet – zusätzlich zum akustischen Dokument – von visuellen Erinnerungen an die Reise auf die japanische Insel.
Stylemag hat exklusiv die Bilder, mit denen Kacireks Partnerin Agnieszka Krzeminska die Arbeit an dem neuen Album festgehalten hat:

Klickt euch in der Galerie durch Agnieszka Krzeminskas Fotos aus Okinawa, die während der Arbeit an Sven Kacireks Album “Songs From Okinawa” entstanden sind.

Leise, aber eindringlich hat Sven Kacirek die Aufnahmen traditioneller japanischer Musik mit einem elektronischen Einschlag, mit asymmetrischen Klangfolgen, überdimensionalen oder auch unterproportionalen Volumina versehen. In einem detailverliebten Muster treffen auf dem gesamten Album mannigfaltige Melodien und Instrumente zusammen, um zu einem Konzeptalbum der eigenen Art zu werden. Einem, das den interkulturellen Austausch hörbar macht und zugleich eine Hommage an die Musik seiner Reise ist: „Mich fasziniert an der Musik Okinawas ihre erhabene Schlichtheit und Bestimmtheit sowohl in der Instrumentierung als auch in der Phrasierung der Gesangsstimme“, berichtet Kacirek selbst. „Mein Ziel bestand darin, der traditionellen japanischen Musik etwas Neues hinzuzufügen ohne den Geist der alten Songs zu vertreiben.“
Ob und wie ihm das gelungen ist, kann ab dem 20. November auf „Songs From Okinawa“ in voller Länge nachgehört werden, denn dann erscheint der Longplayer bei Pingipung. Einen ersten Vorgeschmack gibt es schon jetzt mit dem Opener „Work Song“ inklusive Video:

Bis Ende November ist Sven Kecirek übrigens noch mit unterschiedlichen Künstlern auf Tour:

15. November 2015: Worm, Rotterdam: Schneider Kacirek + John McEntire
16. November 2015: Westwerk, Hamburg: Schneider Kacirek + John McEntire
17. November 2015: Les Ateliers de Claus, Brüssel: Schneider Kacirek + John McEntire
18. November 2015: Tin Music & Arts Club, Coventry: Schneider Kacirek + John McEntire
19. November 2015: Monorail, Glasgow: Schneider Kacirek + John McEntire
20. November 2015: St. John Church, London: Schneider Kacirek + John McEntire
21. November 2015: fft Theater, Düsseldorf: Schneider Kacirek + John McEntire

Porträtbilder von Sven Kacirek: Robin Hinsch.

Teresa
Teresa ist freie Autorin für STYLEMAG und berichtet über ihre Highlights aus Kunst, Kultur, Musik, Mode sowie über sozial-gesellschaftliche Fragen.

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