– 15.09.2015

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Vergangenes Wochenende verwandelte das Lollapalooza Festival, das damit zum ersten Mal auf europäischem Boden in Berlin ausgetragen wurde, den ehemaligen Flughafen Tempelhof in eine Spielwiese für kleine und große Musikbegeisterte. Verteilt auf vier Bühnen konnten sich 40.000 Besucher bei bestem Wetter am 12. und 13. September bei einem musikalischen Genremix aus Hip Hop, Dance, Rock und sogar Country, der der Vielfältigkeit der Hauptstadt mehr als gerecht wurde, gebührend vom Sommer 2015 verabschieden.

Vom Grant Park in Chicago, wo das Lollapalooza seinen Ursprung hat, ist das Festival seither zunächst nach Chile, Brasilien und Argentinien gewandert, um nun endlich auch in Europa, genauer gesagt auf der Berliner Flughafenkulisse, wo einst das Berlin Festival stattfand, zu landen. Gewürzt mit Street Art und einer schier unerschöpflichen Auswahl an Food-Ständen, hat eigentlich nichts mehr etwas gefehlt. Doch der Hauptsponsor Warsteiner legte mit seiner Erlebniswelt – dem DOME – noch einen drauf und sorgte nicht nur mit stets gekühltem Biernachschub, sondern auch mit eigenen Aktionen vor Ort für ganz besondere Festivalmomente – von buntem DIY-Bodypainting, goldfarbenen Temporary Tattoos (dem Trend des Sommers 2015) und jeder Menge Erinnerungsfotos im Photo Booth war für die Besucher für alles gesorgt.

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Und was war eigentlich auf den Bühnen so los? Die Stimmung auf dem Lollapalooza war ganz coachella-like friedlich und voller Liebe. Der Grundtenor „Refugess Welcome“ schwang in jeder zweiten Danksagung mit und hier und da traf man alte Bekannte, Freunde und Nachbarn. Berlin vereint in Musik. Die Mighty Oaks dürfen da als Neu-Indie-Sensation der Hauptstadt natürlich nicht fehlen. Parov Stelar und Hot Chip gleichzeitig auf der Bühne machten dann manchem Besucher die Entscheidung allerdings nicht ganz leicht. Das Highlight des Tages waren aber ohnehin Chvrches, wenn auch viele der weiblichen Besucher an diesem Tag nur für den Headliner The Libertines gekommen zu sein schienen und der ein oder andere den Abend dann nach der Effekt geladenen Deichkind-Show lieber direkt im Club ausklingen ließ.

Sonntagnachmittag: Von der Main Stage klingt der melancholische Sound von Brit-Pop-Duo Belle & Sebastian, der ob der Weitläufigkeit des Geländes oder der Bühne zwar etwas unterzugehen droht, aber als am Ende des Auftritts die Sonne über der Bühne auftaucht und direkt in die Gesichter der Menge scheint, doch wieder einen dieser vielen perfekten Momente beschert. Für den nächsten sorgen gleich darauf die Beatsteaks, die mit ihrer Erfolgswelle, der ein oder andere schon über haben mag. Nicht so in Berlin, nicht so die Menge beim Lollapalooza. Als Arnim Punkt sechs in die Seiten haut, strömt innerhalb von wenigen Minuten das gesamte Festivalgelände zur Bühne. Es ist ein Heimspiel für eine Band, die seit 20 Jahren auf der Bühne steht und das macht, worauf sie Lust hat. Wer sich nicht mitgerissen fühlt, zu tanzen, ist mindestens schwer beeindruckt von dieser kraftvollen Performance. Als der Wind dann auch noch dreht, haben es Crystal Fighters auf der Alternative Stage fast schwer gegen zu halten. Wieder einer dieser Momente, die einem zum Bühnen-Hopping zwingen. Aber besser zu viele gute Bands gleichzeitig, als zu wenige. Überhaupt war der Zeitplan minutiös durchgeplant. Wenn es doch mal später losging, dann nur, weil die Band Verspätung hatte. Den Sonntagabend läutete Schwedens Synthie-Pop-Quartett – Little Dragon – jedenfalls wieder pünktlich ein und überzeugte, wie immer, mit einer perfekten Bühnenshow. Der Wechsel zu Seeed mag manch einem dann zu extrem gewesen sein, aber schließlich war das Lollapalooza ja ein Festival für „Jedermann“. Die Nicht-Seeed-Fans haben einfach auf das große Finale von Muse gewartet und wurden dafür auch schwer entlohnt. Alles in allem ein gelungenes Wochenende, das Berlin als Musikhauptstadt nach einigen Pannen hoffentlich wieder zu neuem Glanz verhelfen wird.

Klickt euch hier durch die schönsten Bilder des Lollapalooza 2015:

 

#musikdurstig #warsteiner

Alle Fotos: Stylemag.

In Kooperation mit Warsteiner.

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STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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