– 14.08.2014

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Welche Bands aus Finnland haben es eigentlich zu internationalem Ruhm gebracht? Nightwish, HIM, The Rasmus, Apocalyptica. Wer die Namen zusammenführt, merkt schnell: Die Musiker fühlen sich weitestgehend dem Metal, Love Metal, Dark Rock und anderen finster-melancholischen Tönen verpflichtet. Und: Die Liste ist ziemlich kurz und nicht wirklich aktuell. Dass Finnland musikalisch jedoch einiges mehr sowie Zeitgenössischeres zu bieten hat, hat das Line-Up des Flow Festivals beweisen. Im Gedächtnis-Gepäck wurden drei Bands von diesem Ausflug nach Helsinki mitgebracht, die im Auge zu behalten, sich lohnt und die in den nächsten Tagen hier vorgestellt werden sollen. Den Anfang macht Phantom – ein finnisches Duo, das nicht nur The xx begeistert hat.

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Elektronische Einschläge einerseits, gitarren- und schlagzeuglastigere Töne andererseits scheinen neben einigen Pop-Namen die Favoriten der Finnen aus der eigenen Heimat auszumachen – so lässt es zumindest das Flow Festival vermuten. Phantom gehört darunter zu jenen Bands, deren Erfolg weit über die eigenen Landesgrenzen hinaus geschlagen ist. The xx gehören zu ihren Fans und teilten den Track „Scars“ direkt auf ihrem hauseigenen Tumblr – und das direkt, als die Singer-Songwriterin Hanna Toivonen und der Producer/Sound-Designer Tommi Koskinen aus Helsinki, die Phantom im Januar 2012 gegründet haben, Ende März 2012 gerade ihre erste EP „Scars“ selbst veröffentlicht hatten.

Die düsteren elektronischen Klänge begeisterten anschließend ebenso diverse Musikmedien, darunter BBC 1, NME und Pitchfork. Auf dem SXSW in Texas spielte Phantom nur zwei Monate nach der Gründung der Band – ein Erlebnis, denn die visuelle Sprache, geprägt durch zahlreiche Effekte und 3D-Bilder, ist bei Phantom ebenso wichtig wie die Musik selbst. Dafür verwenden sie bei ihren Live-Shows etwa ein besonderes Instrument:

Phantom’s unique live shows have also provoked rapturous responses, including stunning, real time Kinect visuals and an original handmade instrument, a MIDI theremin, affectionately receiving the name “the UFO (Ultrasonic Frequency Controller)”, which Koskinen controls with hand movements.

Seither sind zwei Jahre vergangen und Phantom arbeiten derzeit an ihrem ersten Longplayer. Bis zum Release des Debütalbums von Phantom kann die „Scars“-EP in der Zwischenzeit hier in einem Stück gehört werden:

Header-Foto: ©Tonje Thilesen.

Teresa
Teresa ist freie Autorin für STYLEMAG und berichtet über ihre Highlights aus Kunst, Kultur, Musik, Mode sowie über sozial-gesellschaftliche Fragen.

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