– 22.03.2012

Was in den frühen Achtzigern als bewusstseinserweiterndes Experiment im Sinne von „Drogen nehmen, um Musik zum Drogennehmen zu machen“ mit den heute noch vielzitierten Spacemen 3 begann, zerbrach in den Neunzigern in seine Einzelteile. Die seinerzeit bis aufs Blut zerstrittenen Köpfe der Band gründeten ihre respektiven Soloprojekte. Während Pete Kemper alias Sonic Boom mit Spectrum seinen psychedelischen Einflüssen huldigt, orientiert sich Jason Pierce mit Spiritualized in Richtung Pop. So können Spiritualized hin und wieder Charterfolge verzeichnen, während Spectrum letztlich doch die interessanteren Platten machen.

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Nächsten Monat erscheint nun das mittlerweile siebte Studioalbum von Spiritualized, und der ersten Singleauskopplung nach zu urteilen, ist mit Vertrautem zu rechnen. Bedröhnte Gitarren, gleichzeitig schrammelig und orchestral, und ein deutlich von Lou Reed beeinflusster Gesang. Der stellt mit etwas Fantasie dann vielleicht den missing link zum zunächst dissonant zur Musik wirkenden Video dar. Dort wird in einem 10-minütigen Kurzfilm der Alltag einer Drag Queen dokumentiert. Dieser ist jedoch ein ‚Walk on the Wild Side’ der erschreckenden Art. Mit Gewalt, Alkohol und noch mehr Gewalt muss sich die toughe Heldin auseinandersetzen im Versuch, sich und ihre Kinder durchzubringen.

Spiritualized „Sweet Heart Sweet Light“

erscheint am 16. April auf Double Six Records

http://www.spiritualized.com/

Text >nh

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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