– 21.02.2012

Jede Burial Veröffentlichung wird mit viel Vorlauf sehnsüchtig erwartet und schließlich – da kann man sicher sein – euphorisch rezensiert. Mit zwei LPs und vor allem dem 2007er „Untrue“ ist es William Bevan gelungen, sich einzigartig zu positionieren im Londoner Dubstep Kontext.

Die neue EP, „Kindred“, wird nun wieder einmal Fans wie Kritiker froh machen, denn wo Burial draufsteht, da sind verzögert gleitende Beats, ätherisch ein- und ausfadende Frauenstimmen und dieser Goth-Ambient-Abgrund, der unter allem lauert, drin. Ein wenig schmunzeln lässt da der freundliche Hinweis auf der Hyperdub-Downloadseite: „The skips and cut outs on the track ‘Ashtray Wasp’ are intentional“ – immerhin gehören die Ellipsen und Störungen auch seit jeher zu dieser Rezeptur.

Die drei Stücke sind faszinierend komplex, ohne jemals übertrieben konstruiert zu wirken; Subtilität ist schließlich eine ausgeprägte Stärke des Künstlers. So beachtlich es auch ist, welch idiosynkratische Welt Burial sich erschaffen hat, manchmal würde man gerne ein wenig überrascht werden.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=M1yI6o6jIBA[/youtube]

Platziert zwischen den beiden 11-Minuten-Giganten „Kindred“ und „Ashtray Wasp“ zeigt sich das Stück „Loner“ am ehesten experimentierfreudig. Hier wird für Burial-Verhältnisse das Tempo ungeheuer angezogen und eine Suspense-Synthie-Line à la John Carpenter haben wir von ihm in dieser Form noch nicht gehört.

Wie zu erwarten, die Modifikationen sind minimal und raffiniert, aber es bewegt sich etwas.

Burial „Kindred“

Ist auf Hyperdub erschienen und kann hier gestreamt/heruntergeladen werden:

www.hyperdub.net/releases/view/149/HDB059

Eine Vinyl Veröffentlichung folgt.

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