– 31.03.2011

Das Leben ist bekannterweise hart. Man muss sich durchboxen. Im wahrsten Sinne des Wortes gilt das auch für David O. Russells neuestes Werk „The Fighter“, der das Leben des berühmten Boxers Micky Ward und seiner Familie erzählt.

Der Oscar-nominierte Film ist nicht viel mehr als ein reines, schon vielfach da gewesenes Boxer-Portrait. Micky Ward, authentisch gespielt von Mark Wahlberg, sieht sich permanent den Erwartungen seiner Familie ausgeliefert. Im Schatten seines Bruders und Trainers Dicky Eklund, dargestellt von Christian Bale, versucht Micky mit angestrengter Disziplin und überzeugtem Ehrgeiz das familiär-ethische Diktat und den Wunsch nach persönlichem Erfolg zu vereinbaren. Sein Bruder wirkt ungewollter Weise demotivierend, da er auf Grund seiner sich immer dramatischer entwickelten Drogensucht das Voranschreiten Wards behindert. Gleichzeitig ist er zusammen mit der Mutter Alice, in dessen Rolle sich Independent-Schauspielerin Melissa Leo hineinversetzt hat, der treibende, fordernde Part: Alice als Managerin, Dicky Eklund als Boxtrainer.

Der innere Konflikt der stereotypischen Arbeiterfamilie aus der Bostoner Vorstadt eskaliert, als Micky die intelligente und kritische Charlene kennenlernt. Sie hinterfragt das vermeintliche Interesse der Familie an Mickys Erfolg und unterstellt ihnen Profitgier und macht bewusst, das Micky am Ende für die drogenbedingten Misserfolge seines Bruders geradestehen soll. Der so angetriebene Bruch mit der Familie birgt für Micky die Möglichkeit auf Erfolg. Als seine Karriere auf den Höhepunkt zusteuert, wird allen Beteiligten bewusst, dass Unbesiegbarkeit auch etwas mit Gemeinschaft und Rückhalt zu tun hat.

Die Botschaft von „The Fighter“ ist so gut gemeint wie pathetisch: Gemeinsam können wir alles schaffen. Also rottet euch zusammen!

www.thefighter.senator.de

Text > Anja Fordon

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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