– 25.11.2010

Lena Hasibether hat sich dem Trompe-l’œil verschrieben, doch hat ihre Illusionsmalerei nichts mit Himmelsfresken historischer Kirchendecken gemein. Vielmehr nähert sich die freie Designerin mit ihrer aktuellen Kollektion dem Thema auf zeitgemäße und sehr tragbare Art und Weise.
Gepaart mit Einflüssen der griechischen Antike – sprich Drapierungen –schafft sie Entwürfe zwischen Bewegung und Ruhe. Durch den Einsatz von digitalem Stoffdruck wird der Faltenwurf gebannt und in eine Statik gebracht, die ihrem natürlichen Fall widerspricht. Die so entstandenen Ornamente ziehen sich durch die gesamte Kollektion, mal als erkennbares Abbild der Falten, mal abstrahiert und grafisch reduziert.

Unter die Sinnestäuschungen mischen sich echte Drapierungen, die körpernah die Silhouette nachzeichnen und nach routinierter Schneiderkunst verlangen. Auch die Materialien spielen mit bewegten und ruhigen Elementen, so stellen fließende Stoffe wie Seide und Chiffon einen optisch wie fühlbaren Kontrast zum Leder der Hosen dar. Trotz aller Liebe zum Detail besitzt die Kollektion einen puristischen Charakter, die unaufdringliche Wahl von Grautönen, Schwarz und Weiß wird nur mit einem hellen Gelb und Altrosa durchbrochen.
Zusätzlich zu den Outfits entwirft Ute Schmiemann auch eine passende Accessoirelinie, deren futuristische Ketten, Ohrringen und Taschen aus Plexiglas ihr schon den Furla Accessoires Award einbrachten.

www.lenahasibether.de

Kollektionsfotos > Bjørn Hokamp
Foto Accessoires > Moritz Götte
Text > Lisa Höger

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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