– 05.10.2010

Flüchtige Kunstprojekte und Installationen im öffentlichen Raum werden sich selbst überlassen, verlangen nach Interaktion, machen nachdenklich oder auf Missstände aufmerksam – so scheinen sich immer mehr Straßenkünstler als Advokaten der Umwelt zu verstehen, sprayen nicht mehr nur Gemälde an öffentliche Wände, sondern entwickeln immer neue Formen, die eher nach critical Street-Art aussehen.

Zwei Altbekannte, die bereits auf dem New Yorker Blog des Wooster Collectives Erwähnung fanden, überraschten Passanten mit neuen Werken: Das Künstler Kollektiv Neozoon aus Paris und Berlin klebt Cut-Outs aus alten Pelzmänteln an öffentliche Wände, wie zum Beispiel eine Schafherde auf dem Weg ins ehemalige Schlachthofviertel La Villette in Paris. Am Alexanderplatz in Berlin bauten sie eine Tiergehege-Installation mit so genannten „Manteltieren“ auf, an anderen Stellen in der Hauptstadt kleben pelzige Bären – wie dem Wappen entsprungen, um in die Freiheit zu flüchten.


Filthy Luker aus Bristol interveniert eher auf die niedliche Art: aus Büschen und Müllcontainern schauen große, unschuldige Augen. Ein fiktiver Rollentausch, der mit dem überdimensionalen Riesenkalmar, der scheinbar Gebäude besetzt und dessen Tentakeln aus den Fenstern ragen, seinen Höhepunkt feiert. Environment is watching us.

Bildcredit >
www.neozoon.org
filthyluker.org
www.woostercollective.com

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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