– 12.07.2010

Während rund um den Bebelplatz am Wochenende Stilettos und Lederslipper angesagt waren, tummelten sich zur gleichen Zeit auf dem Vorplatz des ehemaligen Stasihauptgebäudes in Lichtenberg zahllose Sneakerträger, um die erste Bright Tradeshow auf Berliner Boden zu besuchen. Auch wenn bei den Temperaturen innerhalb und außerhalb des Gebäudes der Trend zu Flipflops ging, ließen es sich die zahlreich erschienen Besucher nicht nehmen, in standesgemäßer Skate-Montur anzurollen.

Drei Tage lang konnten Produzenten und Verbraucher sowohl Skate-Hardware als auch -Softwear der kommenden Saison begutachten. Neben den großen Namen wie Adidas Originals, Puma, Converse und Vans waren vor allem auch junge Labels vertreten. Anders als bei der Fashion Week, wo halbjährlich eine neue Trendsau durchs Modedorf getrieben wird, blieben die Streetwear-Hersteller dem Stil der letzten Jahre treu: Traditionell dominierten Karos, bunte Shirt-Prints und Jeans das bekleidungstechnische Segment der Messe.

Es gab aber nicht nur einiges zu (ver)kaufen, sondern auch zu gucken. Im Kinosaal feierten zahlreiche Skatevideos Premiere, außerdem gab es diverse Contests und Demos. Am Donnerstag leerte Nike SB mit der „A Bird Is the World“-Skate-Demo und Pros wie Brian Anderson und Eric Koston zumindest temporär die Messehallen. Freitag ließ dann das Label Radio Skateboards drei Skateteams zu einer etwas anderen Schnitzeljagd durch Berlin aufbrechen.

Und auch an das Abendprogramm hatten die Frankfurter Jungs und Mädels des Bright-Teams gedacht: Täglich lockten in der Torstraße 116 frische Getränke und freshe Gäste. In der Max-Schmeling-Halle, in der normalerweise eher Fäuste als Bretter fliegen, lud Quiksilver zur „Tony Hawk & Friends Show“.

Auf einer 21 Meter breiten und 7,40 Meter hohen Rampe zeigte nicht nur der Altmeister spektakuläre Tricks, die selbst eingefahrenen Skatern den Atem stocken lassen. Der hohe Frauenanteil im Publikum ließ sich mehr als auf die Anwesenheit der süßen Skaterboys auf das anschließend N*E*R*D-Konzert zurückführen.

Die Band um Pharell Williams, der selbst in der Brettsportszene seine Wurzeln hat, ist allerdings mittlerweile vollständig im Gangsta-Blingbling angekommen und begrüßte die feierfreudige Meute mit „Party People“, um anschließend auch noch Nelly „Hot In Herre“ zum Besten zu geben. Straßen-Kredibilität sieht anders aus. Wenigstens hat sich die Bright Tradeshow selbst trotz Umzugs in die Hauptstadt ihre Glaubwürdigkeit bewahrt und stellt von nun an eine sinnvolle Ergänzung zum halbjährlichen Modemeeting da.

Bildcredit > Frank Loth, Green Hill Skateshop
Rufus Exton

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>