– 21.05.2010

1911 war der Wilde Westen schon längst Geschichte. Der Amerikanische Bürgerkrieg lag schon fast fünfzig Jahre zurück. Die letzten Frontiers lagen schon weit jenseits des Kontinents und nicht mehr in den Prärien des Mittleren Westens oder in den Schluchten der Rock Mountains. Der Wilde Westen war wie die Epoche der Gründerväter schon zur nationalen Folklore geronnen, der zwar der Präsident Theodore Rossevelt noch medienwirksam nachgehangen hatte, der die Cowboys, Trapper und Pferdediebe aber doch nicht mehr zurück in den amerikanischen Alltag holte.

1911 tritt aber auch ein Mann auf den Plan, der den Wilden Westen noch so lebte wie er mal war: als einsamer Streiter, zwischen Gut und Böse, als Retter und Meuchelmörder. John Marston ist der wahrscheinlich letzte Outlaw, der aber bereit ist, den alten Zeiten abzuschwören und seinen ehemaligen Freund und Bandenhäuptling aufzuspüren: tot oder lebendig.

Wir befinden uns jetzt natürlich im Reich der Legende, ersponnen und digital zum Leben erweckt von Rockstar Games, bekannt durch die Reihe „Grand Theft Auto“. Für die Entwickler ein ziemlicher Schwenk aus den Straßenschluchten der Gegenwart in die raubeinige Welt der Siedler, Revolverschützen und Hilfssheriffs. „Red Dead Redemption“ ist ein episches Adventure-Game geworden, das mit der Liebe zum Detail überzeugt und den Spieler alias John Marston durch eine lebensecht gestaltete Open-World schickt, die man nicht nur als ausufernde Landschaftswanderung durch ein virtuelles Western-Szenario verstehen sollte.

Rockstar Games versteht „Red Dead Redemption“ als „ambitioniertestes Spiel der Zeit“, nicht nur was die Grafik, das Drehbuch mit seinen hunderten von Charakteren und den technischen Spielfluss angeht. Und tiefer eintauchen in den Wilden Westen kann man wohl auch nicht: Bürgermeistertöchter aus den Händen schmutziger Banditen befreien, mit den Problemen diverser Schießeisen umgehen lernen, sich von falschen Freunden verunsichern lassen, angeschossen werden oder besser schneller ziehen, mit mexikanischen Huren anbandeln, lässig das Lasso werfen, durch die Steppe reiten, dem Sonnenuntergang entgegen. Und vor allem entscheiden, auf welche Seite man sich schlägt: edel und honorig oder verschlagen und hinterhältig.


„Red Dead Redemption“

Rockstar Games, für XBox 360 und PlayStation 3, Release: 21. Mai 2010
www.rockstargames.com/reddeadredemption


Text > mw

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

Ein Kommentar für “Wild Wild West | Red Dead Redemption”

  1. evil bangz

    hammer game für genießer die auf GTA gameplay stehen
    auf jeden fall eine empfehlung wert für jeden, muss man ausprobiert haben

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