– 17.11.2009

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Wer seine Karriere als Graphiker mit Neville Brody (DEM independent Graphiker und Typografen aus England) beginnt, als ein Mensch mit feinstem Bewusstsein für Stil geboren wird und kein Theoretiker, sondern Leidenschaftler ist, sollte früher oder später Mode machen. “Gesollt”, getan hat dies Tim Soar. Sein – Jahre lang auf die ästhetische Wahrnehmung verschiedenster Sinne konditioniertes- Gehirn, prägt nun Soars durchdachte und erwachsene Handschrift, die keineswegs langweilt. Nur für Männer ist seine Mode und gänzlich unbritisch: Minimalistisch, in hellen Tönen und Schwarz, grenzt er sich von dem Indie-Punkrock und Vintagestil mancher englischer Designer erfolgreich ab.

Die guten Kontakte zur Modeszene stammen aus seiner parallel verlaufenden Musikkarriere. Ende der siebziger lebte er in Londons Camden Town und arbeitete als Resident DJ in populären Locations. 1997 gründete er eine Agentur “Music Concrete” für Musik Konzepte, DJ-Booking und mehr.

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Mit geschultem Auge, einer hart erarbeiteten Tasche voll Geld und den richtigen Kontakten entschloss sich Soar 2006, Mode zu machen. Die Gründe nennt er selbst: “arrogance and cash, mostly.” 
Zutreffender ist wohl, dass er erkannte, wie wenig gut gefertigte, reife, reduziert coole Männermode aus England stammt. Damals! Heute ist er neben Lou Dalton, J.W. Anderson und Christopher Shannon, Mitglied einer neuen Gruppe junger Designer für “modern Menswear” in UK.

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Soar scheint sich natürliche Gedanken über Unübliches zu machen, ohne dabei dem Bedürfnis nach unbedingter Einzigartigkeit zu viel Raum einzuräumen. Genau diese Ungezwungenheit ist in seinen Kollektionen zu erkennen. Authentischen Ursprungs und mit großer Neugier entdeckt er Latex für sich, funktioniert Materialien um und hört einfach auf, wenn´s am schönsten ist!

www.soar-london.com

Autor > Kathrin Schäfer

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STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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