– 03.11.2009

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„Ich hab’s zuerst gesehen!“ johlte Michael Michalsky, als er Ingolstadt Village erblickte. Denn langsam zog vor den Autofenstern eine Skyline auf, die amerikanische Einkaufsexotik mit fränkischer Wald- und Wiesenidylle kombinierte. Doch während man bei Fabrikverkäufen meist ein  Auge zudrückt, ist das Dorf der Traum eines jeden Bürgermeisters. Es ist klein, es ist hübsch, und es ist sauber – sehr sauber. Adjektive, die für die Beschreibung Berlins selten verwendet werden und damit einen der Gegensätze definieren, die die Initiative „Berlin goes Ingolstadt Village“ so spannend machen.
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Vor der Präsentation des Michalsky- und des No.74-Shops sowie einer Boutique der Berliner Labels Macqua, Esther Perbandt, Scherer González und Firma, traf sich die Modemeute im Eventraum der transplantierten Hauptstadt. In nur zwei Tagen hatten die Künstler Jaybo aka Monk und Nomad die gesamte Lokalität zu einem Werk verwandelt, das zwischen Street Art und klassischer Malerei zwischen Installation und Plastik vibrierte und aus allen Ecken „Berlin“ flüsterte.

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Nachdem in visuell aktivierender Umgebung die ersten Liter Champagner in plaudernde Münder geflossen, Ansprachen gehalten und Dialoge zwischen Bayern und Berlinern, Finanzinvestoren und Kreativen gestartet wurden, durften die Gäste endlich durch die temporären Geschäfte streifen.

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Bei deren Inspektion war besonders erfreulich, dass sich weder Stange an Stange reihte noch Kleider lieblos von den Bügeln tropften. Die Betreiber des Ingolstadt Village hatten ihre Hausaufgaben gemacht und den individuellen Präsentationswünschen der Designer Spiel und Raum gelassen. Dies zeugte einerseits vom Respekt gegenüber den Entwürfen, offenbarte andererseits aber auch eine Strategie, die beiden Seiten zu Gute kommen soll. So birgt diese Kooperation für das Outlet Ingolstadt Village die Chance, sich als Vertriebspartner exklusiver Labels zu etablieren und den Designern die Möglichkeit, einen schwerlich zu erreichenden Kundenkreis für ihre Kollektionen zu begeistern.

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Die Authentizität der Hauptstadt-Transplantation im Blick, addierten die Veranstalter zu Mode, Kunst und Currywurst noch die passende Musik: Die Berliner Band „Bodi Bill“. Und markierten so die glückliche Zusammenkunft scheinbar ungleicher Partner, deren Erfolg zwar abzuwarten bleibt, denen aber die Euphorie für „Berlin goes Ingolstadt“ gemein war.

Ingolstadt Village
Otto Hahn Straße 1
85055 Ingolstadt
vom 29.10.2009 – 9.1.2010
www.ingolstadtvillage.com

www.michalsky.com
www.circleculturegallery.com
www.macqua.com
www.estherperbandt.com
www.bodibill.de

Text+ Bilder+ Videos > Mareike Nieberding

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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