– 08.09.2009

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Muse im Admiralspalast – ein perfekter Rahmen für die exklusive Clubshow gestern Abend, Vorstellung des neuen Albums „The Resistance“ und Warm-up der Tour im Oktober. Der Saal aus rotem Samt, mit seinen bestuhlten Rängen, goldenen Lüstern und diesem monströsen Kronleuchter in der Deckenmitte war ausverkauft. Und zwar innerhalb von unglaublichen zwölf Minuten. Eingefleischte Fans zahlten vor dem Einlass noch bis zu 70 Euro für eine Karte, etwa das Doppelte des Ticketpreises.
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Denn die erste Singleauskoppelung „Uprising“ klang mal wieder vielversprechend. „The Resistance“ ist das fünfte Album der britischen Rockband, die zwischen New Prog, Art Rock, Elektronik und klassischer Musik changiert – eine Mischung aus Wagner, Rage Against the Machine, Queen und Radiohead, liest man gerne mal in Bandbeschreibungen. Das mit der Klassik hat nicht nur damit zu tun, dass Sänger Matthew Bellamy sich gerne mal ans Klavier setzt, seine Stimme reicht über wenigstens vier Oktaven, durch die er glockenklar rauf und runter springt.

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Muse kam, sah und siegte. Gleich mit ihrem neuen Song begrüßten sie lautstark ihr Publikum – ab der ersten Sekunde Gänsehaut. Sitzen machte keinen Sinn mehr, alle sprangen auf. Eine kreisförmige, wachsende Menge vor der Bühne begann zu pogen, andere starrten hypnotisiert geradeaus. Bellamys Stimme erfüllte den Saal, betörte das Publikum und ließ den Kronleuchter erstaunlicherweise heile. In theatralischem Eskapismus setzte er sich zwischendurch an das in romantisches Rotlicht getauchte Piano. Bei Songs wie „Starlight“ aus dem Vorgängeralbum „Holes and Revelations“ oder „Plug in Baby“ wünschte man sich, dass die übrigen Tonspuren ausfallen, um den Gesang a cappella zu hören, beim Heavy-Metal-geladenem „Hysteria“ rastete das Parkett aus – ein umwerfendes Wechselbad aus zum Weinen schöner Arien und Hörsturz.

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„Es ist schön, wieder in Berlin zu sein!“, rief Bellamy und spielte eine E-Gitarren-Version des Synthie-Klassikers „Popcorn“. Nach einer Zugabe verabschiedete sich die Band mit der Mundharmonika und Nebelfontänen von einem begeisterten Publikum.

www.museband.net

Bilder + Text > stephanie beckmann

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Autor > sb

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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