– 15.07.2009

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Dash Snow hat sich eingereiht. Wie Janis Joplin, Kurt Cobain, Jimi Hendrix Jean-Michel Basquiat oder Ron McKernan verschied der US-amerikanische Künstler im Alter von 27 Jahren. Mit einer Überdosis Drogen wurde er in einem New Yorker Hotel gefunden. Snow gehörte zu einer Generation von „emerging artists“, die schon vor dem wirklichen Auftauchen maximalen Hype erfahren haben. 2007 wurde er vom Magazin „New York“ medial zum Adoptivsohn Andy Warhols geadelt. Die Eröffnung von Snows Solo-Show „The End of Living, the Beginning of Survival“ bei der Berliner Galerie Contemporary Fine Arts im selben Jahr geriet zum Massenevent. Sein eigener Ruf eilte ihm so sehr voraus, dass er nun viel zu früh von ihm eingeholt wurde.

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Dash Snow, Untitled („The United States“), 2007, photo > Jochen Littkemann / Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin

Als Kind der New Yorker Besitzbourgeoisie ist Dash Snow mal bewusster, mal unbewusster gegen den Strom geschwommen, brach die Schule ab, taggte sich als „SACER“ durch Manhattan, plagte sich mit der Polizei, hatte Erfolg mit Collagen aus Ejakulat und Zeitungsausschnitten und nahm nach einer Entziehungskur wohl final doch zuviel Heroin. Ehe noch die Nachricht von Snows Tod seine Runde nahm, hat sein Künstlerfreund Terence Koh ihm eine würdige Ehre erwiesen.

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Dash Snow, Untitled („Butcher of Sagdad“), 2006-2007, photo > Jochen Littkemann / Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin
Eine Performance, die er anlässlich des Manchester Festivals täglich aufführt, wandelte er gestern ab: Wie üblich weiß gepudert, liegt er dort in Embryonalstellung vier Stunden lang auf dem Boden und spielt auf seinem iPod immer wieder einen Song von Nat King Cole ab. Nun spielte Koh ein gemeinsames Lieblingslied von ihm und Snow ab – „Cheree“ von Suicide. Der Song läuft auch in der Schlussszene von „Downtown 81“, einem Film über Basquiat. So schließt sich der Kreis.

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Dash Snow, „Guilty“, 2006-2007, photo > Jochen Littkemann / Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin

Erstes Bild> Franziska Sinn / Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin

Dash Snow wird von der Galerie Contemporary Fine Arts vertreten,

www.cfa-berlin.com

Text > mw

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Dash Snow, „Forgive Me If You Can“, 2006-2007, photo > Jochen Littkemann / Courtesy Contemporary Fine Arts, Berlin

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STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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