– 30.04.2009

reviews_fischerspooner

Entertainment hin oder her. Wenn sich hinter dem Titel eines Albums solch eine große Erwartungsblase auftut, fällt das Überzeugen umso schwerer. Vielleicht etwas hart formuliert, aber mit Entertainment assoziiert man doch Gefühlswelten, bestehend aus Spannung, Action und einer periodisch wachsenden Befriedigung. Dieses Erwartungsbild konnten die zwei amerikanischen Electroclash-Avantgardisten Warren Fischer und Casey Spooner nur partiell umsetzen. Wie schon beim zweiten Album „Odyssey“ zu erkennen war, taucht auch „Entertainment“musikalisch in die tiefen Gewässer der charttauglichen Popmusik ein. Natürlich bleibt es trotz alledem  immer noch Elektropop. Fischerspooner kreieren aus synthetischen Klängen mit zusätzlichen Einflüssen von Trompeten und Gitarrenmelodien, eine organische Fusion von progressiven und wohldesignten Hightech-Tracks. So ist „Supply & Demand“ einer der wenigen Songs, bei dem das Kopfnicken von ganz alleine anfängt. Und auch „Money can’t dance“ schafft es, die roten Blutkörperchen in rotierende Bewegungen zu versetzen. Leider verstecken sich hinter „Entertainment“ auch aussagelose bis öde Lückenfüller. Aber eines muss man denn zwei New Yorkern kompromisslos zugestehen, ein Zeichen der Stagnation ist bei weitem nicht zuerkennen. Also immer schön weiter experimentieren!

Autor >  ww

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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