– 13.03.2009

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Wer wollte denn nicht schon einmal die Weltherrschaft an sich reißen, nur dass ihm der nötige Brain (von Pinky – ihr wisst schon) fehlte. Um sich auf die nächsten Versuche besser vorzubereiten, hilft einem vielleicht „Image Earth“. Diesem sogenannten „Serious Game“ wurde selbst auf der „Cebit“ ein eigener Tag gewidmet. Serious Games, wie der Name schon sagt, schmecken nach bitterer Realität. Sie beschäftigen sich eben nicht nur mit Spaß und heiter Lebensfreude, wie es unserer heutigen Lifestyle-Generation immer wieder unterstellt wird. Bei diesen Spielen geht es darum, das Hirn zu fördern und nicht wie allgemein üblich egoshootermäßig in der Gegend herum zuballern.

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In die Rubrik Serious Games fallen auch „Educational Games“, die ganz explizit auf spielerischen Lerneffekt abziehen und den Usern nicht nur logische Zusammenhänge, sondern auch Hilfe in den verschiedensten Fächern anbieten sollen. „Persuasive Games“ bieten den Usern an, selbst gewählte Rollen einzunehmen. Das Ziel dieser Simulationen ist es, sich in neue komplexe Situationen hineinzudenken. Das können in vielen Fällen religiöse oder kulturelle Ambitionen sein. Der Spieler beginnt ein außenstehendes Verhältnis zum Spiel aufzugeben, um selbst Teil seines eigenen Films zu werden. Das kann dann interessant werden, wenn man in die Kategorie „Health Games“ eintaucht. Selbst Spritzen zu setzen oder bei einer Operation zu assistieren, diese Erkenntnis könnte vielen Unschlüssigen die Berufswahl doch durchaus erleichtern. Reality-Spiele schärfen die Sinne, Themen für die es schwer erscheint, eigene Verantwortung zu übernehmen, werden geschult und schaffen einen Anreiz für künftige Verhaltensweisen. Denn ein Fehltritt ist in der Serious World nicht entschuldbar.

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Die Besten dieser Gattung wurden jetzt im Serious Games Award 2009 getestet, und das Rennen haben die Braunschweiger Studenten mit ihrem Projekt „Image Earth“ gemacht. Image Earth fällt in die Kategorie kooperierte Simulation, bei dem jeder Gott über sein kleines 3D-Imperium spielen kann. Es können Städte, Parks und Industrie rund um den Globus geschaffen werden, doch welche Einflüsse haben Industrie und Abgase auf Menschen und Tiere? Das müssen die User selbst herausfinden, denn jeder Aktion folgt letztlich eine Reaktion und kann deiner Erde kurzerhand den Todesstoß versetzen.
In einem Moment der Stille und der Annahme, die Welt sei in Ordnung, sollte man sich den nächsten Schachzug gut überlegen, denn plötzlich kann sie untergehen – Fehler werden nicht verziehen. Auch nicht in der virtuellen Welt.

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www.imagineearth.info/TheGame.aspx


Bildcredit >
http://www.imagineearth.info
Text  > k.schlotterhose

stylemag
STYLEMAG - hier berichtet die Redaktion.

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